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Ein weiterer Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist die Sterbe- und Trauerbegleitung.
Es ist mir ein Anliegen, das Sterben, d.h. den Übergang in eine andere Daseinsform zu begleiten und die Ängste, die bei vielen Menschen in dieser Zeit hochkommen, zu lindern. Sanfte Medizin kann hierbei behilflich sein, aber Gespräche, zuhören, schweigen, vielleicht zusammen weinen oder lachen sowie energetische Behandlungen gehören ebenfalls dazu.
Ein Patient, der sich trotz seiner Situation entspannen kann und nicht voller Angst ist, empfindet im Allgemeinen weniger Schmerzen.
Allerdings ist es manchmal unumgänglich, vor allem bei schmerzhaften Krebserkrankungen, schulmedizinische Arzneimittel wie Morphin einzusetzen, damit die Lebensqualität bis zum Tod gewährleistet und ein menschenwürdiges Sterben ermöglicht wird.
Neben meiner Arbeit im Krankenhaus und meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Sterben geliebter Menschen und Tiere habe ich mich seit über 30 Jahren mit spirituellen und philosophischen Fragen beschäftigt, unzählige Bücher gelesen, mich mit vielen Menschen unterhalten sowie an Kursen und Fortbildungen in diesem Bereich teilgenommen.
Leider wird das Sterben in unserer Gesellschaft immer noch missverstanden. Der Tod wird mit Schmerzen, Leid, Ende, Kummer, womöglich Himmel oder Hölle oder einfach „Nichts“ assoziiert.
Viele Menschen wissen außerdem nicht, wie sie mit Sterbenden umgehen sollen und ziehen sich lieber zurück, als dass Sie Gefahr laufen, etwas „falsch“ zu machen. Ebenso kann die Nähe eines sterbenden Menschen eine Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit bedeuten, was manchmal große Ängste auslöst.
Sowohl Familienangehörige als auch Sterbende werden in solch einer Situation häufig allein gelassen und aus Unwissenheit oder Angst werden womöglich die Zeichen eines sich ankündigenden Sterbens ignoriert oder überspielt. Dies alles hat zur Folge, dass viele Menschen sich sehr einsam und allein fühlen wenn sie sterben und wichtige Angelegenheiten nicht mehr besprochen werden können.
Schick mir keinen Engel der alle Dunkelheit bannt
aber einen der mir ein Licht anzündet
Schick mir keinen Engel der alle Antworten kennt
aber einen der mit mir die Fragen aushält
Schick mir keinen Engel der allen Schmerz wegzaubert
aber einen der mit mir Leiden aushält
Schick mir keinen Engel der mich über die Schwelle trägt
aber einen der in dunkler Stunde noch flüstert
Fürchte dich nicht
Elisabeth Bernet
Obwohl die Geburt dem Tod sehr ähnlich ist, wird mit ihr ganz anders umgegangen: man freut sich, die Mutter bereitet sich auf die Wehen und die Entbindung vor, das Kinderzimmer wird liebevoll eingerichtet…
Sterben ist, genau so wie geboren werden, ein natürlicher Vorgang, der zum Leben gehört.
Sterben kann mit Schmerzen und Ungemach verbunden sein, aber das ist bei der Geburt nicht anders! Es ist aus körperlicher Sicht manchmal weder leicht, auf diese Welt zu kommen, noch, sie wieder zu verlassen.
Aber was tun wir, um uns auf unseren „Tod“ vorzubereiten? Fast nichts, kaum einen Gedanken verschwenden wir daran… geschweige denn, man würde sich freuen. Häufig herrschen Angst, Ratlosigkeit und Schweigen in solch einer Situation vor.
Dennoch hat Elisabeth Kübler-Ross (1926-2004), wohl die größte Sterbeforscherin unserer Zeit, gesagt:
„Sterben, das ist, wie wenn man bald in die Ferien fährt. Ich freue mich unheimlich."
Obwohl sich diese Aussage zunächst für viele Menschen befremdlich anhört, zeigt sie dennoch, dass es durchaus möglich ist, anders mit dem Sterben umgehen. Unsere Weltanschauung wird noch sehr von dem wissenschaftlichen, abendländischen Denken beherrscht: was ich nicht sehen kann, gibt es nicht. Diese materielle Weltanschauung hat zur Folge, dass für viele Menschen das Aufhören der körperlichen Existenz „das Ende“ oder auf jeden Fall etwas sehr ungewisses und beunruhigendes bedeutet. Diese Situation kann selbstverständlich viele Ängste auslösen.
Denk Dir ein Bild.
Ein weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel
und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen,
verschwindet es.
Da sagt jemand: nun ist es gegangen.
Ein anderer sagt: es kommt.
Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont
ist nichts anderes als die Grenze
unseres Sehens.
Wenn wir um ein Lebewesen trauern,
freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.
(Peter Streiff)
Obenstehende Worte bedeuten nicht, dass man nicht trauern darf. Ob Sie selbst oder eine geliebte Person betroffen sind, ein Abschied ist für uns als Mensch immer schwer. Trauer ist ein sehr wichtiger Aspekt um sich von diesem Leben verabschieden zu können, bzw. um den Verlust eines geliebten Menschen (oder Tieres) verarbeiten zu können. Es gibt hier auch keine „Abkürzungen“; man braucht die Zeit, die man braucht….
Dennoch glaube ich persönlich nicht, dass wir uns - wie es immer erwartet wird - nach einer gewissen Zeit vollständig „verabschieden“ sollten und die geliebte Person keine Rolle mehr in unserem Leben spielen darf. Obwohl ein Mensch nicht mehr körperlich anwesend ist, und die Beziehung zu ihm dadurch selbstverständlich eine andere wird, ist es sehr wohl möglich, dass diese Person weiterhin auf eine bestimmte Art in unserem Leben anwesend ist.
Falls Sie sich von diesem Text angesprochen fühlen, eine tiefere Wahrheit kennen lernen möchten bzw. eine spirituelle Sterbe- oder Trauerbegleitung wünschen, können Sie mich jederzeit kontaktieren.
Ich sehe mich als Person, die Ihnen andere Möglichkeiten des Umgangs mit dem Sterben anbietet, Sie jedoch selbstverständlich völlig frei lässt in dem, was Sie von mir annehmen möchten oder können.
Auch wenn Sie sich von mir lediglich eine Linderung Ihrer Beschwerden mit sanften Mitteln wünschen, ohne weitere Unterstützung, stehe ich natürlich gerne zur Verfügung. |
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